Das Klinikum Leverkusen steht vor einer der größten Modernisierungen seiner Geschichte. Mit einer zugesagten Landesförderung von 73,3 Millionen Euro wird das Krankenhaus bis 2030 deutlich erweitert. Ziel ist es, die medizinische Versorgung in der Region langfristig zu sichern und den steigenden Patientenzahlen gerecht zu werden.
Inhaltsverzeichnis:
- Erweiterung der Bettenkapazität
- Neue Notaufnahme für 75.000 Patienten jährlich
- Finanzielle Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen
- Weitere Pläne bis 2030
Erweiterung der Bettenkapazität
Das Klinikum plant, seine Bettenzahl von derzeit rund 740 auf fast 900 zu erhöhen. Etwa 130 neue Betten sollen durch einen im Bau befindlichen Modulbau sowie durch Erweiterungen an zwei bestehenden Gebäuden entstehen. Diese Maßnahmen betreffen mehrere Fachabteilungen, darunter das Mutter-Kind-Zentrum und die neurologische Frührehabilitation. Laut medizinischer Geschäftsführerin Anja Mitrenga-Theusinger bringen die neuen Kapazitäten „mehr Flexibilität und bessere Versorgung für alle Bereiche“.
Auch in anderen Teilen Leverkusens gibt es Entwicklungen im Gesundheitswesen, etwa die Eröffnung eines neuen Hebammenkreissaals, der moderne Standards setzt. Diese Projekte verdeutlichen die Dynamik im medizinischen Bereich der Stadt.
Neue Notaufnahme für 75.000 Patienten jährlich
Ein zentraler Teil des Projekts ist die Errichtung einer neuen Zentralen Notaufnahme (ZNA). Sie ersetzt die bisherigen, zu kleinen Räumlichkeiten. Jährlich werden dort rund 75.000 Notfallpatienten behandelt. Die neue ZNA wird deutlich größer und moderner. „Dass wir nun den Bau einer deutlich größeren und modernen ZNA auf den Weg bringen können, bedeutet langfristig nicht nur eine bessere Versorgung der heute schon rund 75.000 Notfallpatienten, sondern auch eine spürbare Verbesserung der Arbeitsbedingungen für unser Team vor Ort“, erklärte Mitrenga-Theusinger.
Über der Notaufnahme entsteht zusätzlich ein neues Operationszentrum (OP-Zentrum) mit erweiterten Kapazitäten. Die Fertigstellung ist spätestens für das Jahr 2030 vorgesehen. Bereits 2028 sollen die Bauarbeiten an den Bettenstationen abgeschlossen sein.
Finanzielle Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen
Die finanzielle Grundlage des Projekts bildet eine Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen. Laut Kliniksprecher David Posor ermöglichen die bereitgestellten Mittel den Ausbau der Bettenzahl, den Neubau der Notaufnahme und des OP-Zentrums. Seit eineinhalb Jahren hatte das Klinikum auf die Bewilligung gewartet, nachdem der Antrag im ersten Halbjahr 2024 gestellt wurde.
Kaufmännischer Geschäftsführer André Schumann betonte, dass die Mittel entscheidend seien, um den Standort zukunftsfähig zu machen. In Zeiten des strukturellen Wandels im Gesundheitswesen helfe die Unterstützung, den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.
Weitere Pläne bis 2030
Neben den neuen Gebäuden plant das Klinikum auch den Bau eines Hubschrauberlandeplatzes in Schlebusch. Das Genehmigungsverfahren in Düsseldorf läuft bereits. „Wir rechnen mit einer baldigen Genehmigung, die den Weg frei macht für eine Realisierung im kommenden Jahr“, hieß es zuletzt.
Die Entwicklungen im Gesundheitssektor stehen im Einklang mit anderen kommunalen Projekten, etwa dem Wasser-Risiko-Check für Leverkusen, der die Infrastruktur der Stadt überprüft. Auch die Probleme im Rettungsdienst zeigen, wie wichtig moderne Strukturen für eine stabile Gesundheitsversorgung sind.
Mit dem bewilligten Zuschuss setzt das Klinikum Leverkusen ein klares Zeichen für die Zukunft. Die Investition in neue Gebäude, modernste Technik und bessere Arbeitsbedingungen stärkt die medizinische Versorgung der Region langfristig. Bis 2030 soll die Klinik zu einem der modernsten Großkrankenhäuser in Nordrhein-Westfalen werden.
Karte: Google Maps
Quelle: RHEINISCHE POST, WEBRIVAIG
FAQ
Wie viele neue Betten werden im Klinikum Leverkusen gebaut?
Es werden etwa 130 neue Betten geschaffen, wodurch die Gesamtkapazität von rund 740 auf fast 900 Betten steigt.
Wann soll die neue Notaufnahme im Klinikum Leverkusen eröffnet werden?
Die neue Zentrale Notaufnahme (ZNA) soll spätestens im Jahr 2030 in Betrieb gehen.
Wie hoch ist die finanzielle Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen?
Das Land Nordrhein-Westfalen stellt eine Förderung in Höhe von 73,3 Millionen Euro zur Verfügung.
Welche weiteren Bauprojekte sind am Klinikum Leverkusen geplant?
Neben der neuen Notaufnahme und dem OP-Zentrum ist auch der Bau eines Hubschrauberlandeplatzes in Schlebusch vorgesehen.
Wer sind die Verantwortlichen für das Ausbauprojekt?
Anja Mitrenga-Theusinger ist die medizinische Geschäftsführerin, André Schumann der kaufmännische Geschäftsführer, und David Posor ist der Sprecher des Klinikums Leverkusen.
Wann wurden die Fördermittel beantragt?
Der Antrag auf Landesförderung wurde im ersten Halbjahr 2024 gestellt, und die Bewilligung erfolgte nach rund eineinhalb Jahren Wartezeit.
Welche Vorteile bringt der Ausbau für die Patienten?
Die Erweiterung sorgt für eine bessere Versorgung, modernere Ausstattung und optimierte Arbeitsbedingungen für das medizinische Personal.