Die Diskussion um die Martinszüge in Leverkusen hat ein Ende gefunden. Die Stadtverwaltung hob eine geplante Beschränkung auf, nach der pro Stadtteil nur ein Laternenumzug erlaubt gewesen wäre. Nun können die traditionellen Umzüge auch im Jahr 2025 wie gewohnt stattfinden.
Inhaltsverzeichnis:
- Entscheidung der Stadt Leverkusen
- Rolle von Schulen und Schulaufsicht
- Reaktionen von Eltern und Kindern
- Bedeutung für die Stadtgemeinschaft
Entscheidung der Stadt Leverkusen
Am 11. September beschlossen Stadtverwaltung, Polizei und Schulaufsicht gemeinsam, dass alle Martinszüge stattfinden dürfen. Damit reagierte die Stadt auf deutliche Kritik aus Schulen, Kitas und von Eltern. Marc Adomat, Beigeordneter für Bildung, Jugend und Sport, erklärte, dass die Umzüge als wichtiger Teil der Brauchtumspflege angesehen werden. Die Durchführung habe niemals grundsätzlich infrage gestanden.
Die Sicherheit der Kinder und Teilnehmenden steht nach Angaben der Verantwortlichen an erster Stelle. Dazu können einzelne Maßnahmen notwendig sein. Vorgesehen sind etwa Absperrungen von Zufahrtsstraßen, um Risiken zu verringern.
Rolle von Schulen und Schulaufsicht
Nicole Gatz von der Grundschulaufsicht machte deutlich, dass einzelne Schulen im Bedarfsfall prüfen, ob ein Zusammenschluss mehrerer Züge sinnvoll ist. Trotzdem bleibe die Schulgemeinschaft im Mittelpunkt. Schulen wollen Traditionen durch Martinsfrühstück, Bastelaktionen und Ausstellungen erhalten.
Die klare Haltung zeigt, dass pädagogische Einrichtungen den Brauch als festen Bestandteil des Schulalltags verstehen. Ein Zusammenlegen soll nur in Ausnahmefällen erfolgen.
Reaktionen von Eltern und Kindern
Auf Nachfrage bestätigten zahlreiche Eltern, Kitas und Schulen ihre Erleichterung über die Entscheidung. Viele betonen die Bedeutung des Brauchs für Kinder und Familien. Besonders im Herbst sei der Umzug mit Laternen ein festes Erlebnis im Jahreslauf.
Auch die Kinder äußern ihre Freude. Sie können ihre Laternen wie geplant basteln und sich auf die Umzüge vorbereiten. Die Vorbereitungen laufen bereits, sodass Bastelstunden und gemeinschaftliche Aktivitäten nicht eingeschränkt werden müssen.
Bedeutung für die Stadtgemeinschaft
Die Martinszüge gelten in Leverkusen als wichtiges soziales Ereignis. Sie verbinden Schulen, Familien und Vereine. Für viele Bürgerinnen und Bürger hat die Entscheidung eine klare Signalwirkung.
- Bewahrung einer jahrhundertealten Tradition
- Sicherheit durch organisatorische Maßnahmen
- Stärkung von Gemeinschaft und Schulgemeinschaft
Damit bleibt die Durchführung der Martinszüge ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Leverkusen.
Quelle: WDR, YouTube, SCHOKKER Net