Geplanter Neubau der Sportanlage in Rheindorf ab 2027
Geplanter Neubau der Sportanlage in Rheindorf ab 2027, Foto: Pixabay/Pixabay-Lizenz

Die Stadt Leverkusen plant die umfassende Modernisierung der Sportanlage an der Deichtorstraße in Rheindorf. Wenn der Bund die beantragten Mittel aus dem Programm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) bewilligt, könnten die Bauarbeiten bereits 2027 beginnen. Insgesamt stehen bundesweit 333 Millionen Euro zur Verfügung, um kommunale Investitionen in Sportstätten zu fördern.

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Hohe Anforderungen für Fördermittel des Bundes

Die Voraussetzungen für eine Förderung im Rahmen des SKS-Programms sind streng. Leverkusen will diese Anforderungen erfüllen und berät ab dem 27. November im Betriebsausschuss Sportpark Leverkusen über das Projekt. Die endgültige Entscheidung fällt der Stadtrat am 15. Dezember. Neben der Bundesförderung muss die Stadt einen Eigenanteil von 25 Prozent tragen, was bei Haushaltsnotlagen wie in Leverkusen verpflichtend ist.

Da die Bewilligung der Maßnahmen durch den Bund einige Zeit in Anspruch nimmt, ist der Start des Projekts erst für 2027 vorgesehen. Die geschätzten Gesamtkosten betragen rund 2,6 Millionen Euro. Davon müsste Leverkusen etwa 643.315 Euro selbst aufbringen, finanziert durch den Sportpark Leverkusen.

Mehr zu ähnlichen kommunalen Projekten in der Stadt finden Sie unter Bewegung und Gemeinschaft.

Sanierung für Kinder und Jugendliche in Rheindorf

Warum gerade die Anlage in Rheindorf für das Förderprogramm vorgeschlagen wurde, erklärt die Stadtverwaltung ausführlich. Rheindorf gilt als dicht besiedelter und sozial gemischter Stadtteil mit einem hohen Anteil junger Bewohner. Die Stadt betont den klaren Bedarf an sicheren und kostenfreien Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche.

Das Projekt soll zur Prävention und Integration beitragen. Es schafft nach Angaben der Verwaltung „messbare, schnelle Wirkungen für jene, die am meisten davon profitieren: Kinder und Jugendliche im Stadtteil Leverkusen-Rheindorf.“

Die Bedeutung solcher Einrichtungen zeigt sich auch an anderen sozialen Initiativen, wie dem Engagement für kulturelle Angebote in der Stadt – mehr dazu hier.

Geplante Ausstattung der neuen Anlage

Die Entwurfsplanung sieht eine moderne und vielfältige Nutzung des Geländes vor. Der künftige Sportplatz soll sowohl Vereins-, Schul- als auch Breitensport gerecht werden. Geplant sind:

  1. Eine Wettkampfbahn mit Laufbahnen
  2. Eine Kugelstoßanlage
  3. Ein Großspielfeld
  4. Ein Leichtathletikbereich mit Weitsprung- und Hochsprunganlage
  5. Ein Kunststoffrasenfeld mit Kleinspielfeld
  6. Ein Street-Workout-Bereich mit multifunktionalen Geräten und Bodentrampolinen

Der neue Platz soll täglich kostenlose Bewegungsmöglichkeiten bieten und damit Begegnungsräume schaffen, die den sozialen Zusammenhalt fördern.

Weitere Informationen zu ähnlichen Projekten, die das Freizeitangebot in Leverkusen stärken, finden Sie unter neues Freizeitzentrum in Leverkusen belebt Innenstadt.

Bedeutung für Integration und Gemeinschaft

Laut Stadtverwaltung leben in Rheindorf prozentual mehr Kinder und Jugendliche als in anderen Stadtteilen. Der neue Sportplatz soll daher nicht nur sportliche Aktivitäten fördern, sondern auch Begegnungen über kulturelle Grenzen hinweg ermöglichen. Er bietet Prävention gegen Vereinsamung und Ausgrenzung und stärkt Respekt sowie Teamgeist.

Programme, die auf Gemeinschaft und Integration ausgerichtet sind, erreichen oft Kinder, die sonst keinen Zugang zu Vereinsstrukturen haben. Eine gepflegte Anlage mit offenen Angeboten schafft hier einen klaren Mehrwert für die Stadtgesellschaft.

Mit der geplanten Sanierung setzt Leverkusen ein wichtiges Zeichen für soziale Entwicklung, Inklusion und nachhaltige Stadtplanung. Wenn die Finanzierung durch den Bund bewilligt wird, könnte Rheindorf ab 2027 über eine moderne, sichere und vielfältig nutzbare Sportstätte verfügen – ein Gewinn für die gesamte Stadt.

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Quelle: RHEINISCHE POST, WEBRIVAIG